Villa Winter

Um die Villa Winter (auch genannt „El Chalet“ oder im spanischen "casa de los Winter") kreisen einige Geschichten: von dem Plan eines U-Boot Stützpunktes der Nazis über Schmuggel und Spionage oder nur einfaches Domizil des deutschen Ingenieurs Gustav Winters.
File 468Im Jahr 1939 baute Gustav Winter an der Südküste von Fuerteventura (etwa 5 km Luftlinie von Morro Jable) an einsamer Stelle eine Villa im Neo-Renaissance Stil. Besonders hervor sticht der einzige, etwas größere Rundturm, der mit dem Haus verbunden ist und der am Meer zugewandten Seite steht. Die Terrasse mit ihren beiden umgatterten Seitenflügeln läßt erahnen, daß man in diesem Anwesen sehr luxeriös wohnen konnte.
File 474Die Gerüchte besagen, dass Gustav Winter von Hitler den Auftrag erhalten haben soll, an der Südspitze von Fuerteventura einen Stützpunkt für U-Boote zu bauen, um die Schiffswege von Amerika nach Europa besser bewachen zu können. Die Pläne, ob sie nun existierten oder nicht, sind jedoch nie zum Tragen gekommen. Winter, der über 2.000 Hektar an Land zwischen Cofete und Morro Jable besaß, verpachtete später das Land und konnte schließlich im Jahr 1966 den Großteil des Landes für eine beachtliche Summe von fast 40€ pro Quadratmetern verkaufen.
File 477Obwohl die schön gelegene Villa Winter weitgehend seit langer Zeit verwahrlost, ist es bis heute nicht gelungen sie zu restaurieren oder sie gar in ein Hotel umzubauen. Wer einen Blick hinein werfen kann, findet einige ehemals schöne Räume vor und kann sogar in den Turm hinein.

File 471

Ein Hausmeister ist zumeist vor Ort um nach dem Rechten zu schauen und wohnt sogar in dem ehemals luxeriösen Herrenhaus. Wer freunldich nachfragt, dem wird zumeist das Haus geöffnet und "Pepe" führt den Besucher durch das Anwesen. Dabei sind vor allem der Tum und die Terrasse schön anzusehen. Man bekommt ein Gefühl dafür, welches Leben diese ausgesuchte Lage den Besitzern seinerzeit bescheren mußte.