Salinas del Carmen - Museo de la Sal

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Knapp 3 km südlich von Caléta de Fustes befinden sich die Salinas del Carmen, eine Salzgewinnungsanlage, die bis in die späten 80er Jahre zur Salzgewinnung diente. In speziellen Becken wird durch den Wind an Stein geschlagenes Meerwasser (Gischt) aufgefangen und anschließend durch die Sonne der Verdunstung ausgesetzt. Übrig bleibt das Salz, auch Schaumsalz genannt (sal de espuma). Da auf Fuerteventura ursprünglich Fischfabriken betrieben wurden, konnten die Salinen ihr Salz an diese zu Kühlungszwecken verkaufen. Hier waren vor allem Fischfabriken in Puerto del Rosario Abnehmer.
File 399Der Zusammenbruch der Fischindustrie auf Fuerteventuras ließ in Folge auch die Salzproduktion weitgehend überflüssig werden, was 1988 zur Stilllegung der Salzanlagen führte.
Starke Initiative zur Erhaltung historischer Produktionsstätten und die Europäische Unterstützung verhalfen schließlich dazu, dass die Salinas del Carmen restauriert wurden und schließlich im Jahr 2005 wieder den Betrieb zu gezielten Zeiten aufnahmen, um Schulklassen und Touristen eine Attraktion zu widmen, wie aus Meerwasser Salz gewonnen werden kann. Das Areal der vielen Auffangbecken und Trocknungsbecken dient so heute als Freilichtmuseum.
File 396Ein geschlossenes Museum, das Museo de la Sal, befindet sich ebenfalls auf dem Areal, wo man auch Informationsbroschüren in Deutscher Sprache erhält.
Das fast 20 Meter langes Skelett eines im Jahr 2000 gestrandeten Finnwals steht heute unübersehbar bei den Salinas und ist Teil einer Reihe von Walskeletten, die auf Fuerteventura ausgestellt werden, um auf den nötigen Schutz dieser Tiere aufmerksam zu machen.