Naturmonument Ajuí

File 189Das sich an der Küste entlang ziehende Felsareal von Ajuy wurde 1994 zum Naturdenkmal (monumento natural de Ajuy) erklärt. Es gehört organisatorisch zum Landschaftspark Betancuria und wird von der Gemeinde Pájara verwalatet.
File 621Die besondere Bedeutung des Naturparks von Ajuy besteht darin, dass sich hier die ältesten Sedimentablagerungen der Kanarischen Inseln befinden. So spielt Ajuy aus historischer und geologischer Sicht eine herausragende Bedeutung für Fuerteventura, was viele Besucher anzieht. So finden sich hier nicht nur Sand- und Kalkgestein, sondern auch Meeresfossilien, vulkanische und ozeanische Sedimente.
File 675Für den ist vor allem aber der ehemals hier stattfindende Kalkabbau von Interesse, denn vom 18. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hier Kalk abgebaut und vom „Puerto de la Pena“ (so hieß der Hafen von Ajuy ehemals) aus verschifft. Genutzt wurde der Kalk zur Herstellung von Beton, mit dem dann Außenwände verputzt wurden, Wasserspeicher genaut wurden oder Mauern gebaut wurden.
Noch heute erkennt man die Anlegestellen und die Öfen, in denen der Kalk gebrannt wurde. Zwei dieser Öfen sind auch heute noch gut erhalten. Auch Syenidgestein, das zur Herstellung von Pflastersteinen diente, wurde hier von hier verschifft.
File 612Steine, die vom Strand aus verschifft wurden, wurden vorerst in kleine Boote verladen und dann bei den Anlegern El Cantil sowie Cueva Negra (beide im Naturareal Ajuy) auf Schiffe verladen. Die Schiffe fuhren dann zumeist weiter nach Teneriffa.
File 618Die Begehung des Naturparks beginnt am „Playa de los Muertos“ (Strand der Toten), wo ein kleiner Steinaufgang auf die Klippen angebracht ist. Eine Art Promenade führt den Besucher dann vorbei an interessant geformten Felsen, an tosenden Wellen, alten Felsöfen zur Bearbeitung des Kalksteins bis hin zu den Grotten. Oben angekommen, befindet man sich am „Mirador de Ajuy“ und von hier aus hat man eine gute Aussicht auf die verschiedenen Steinformationen, die Umgebung und das Meer.