Naturmomument Tindaya

File 186Mit einer Höhe von mehr als 400 Metern über dem Meeresspiegel erhebt sich aus dem Gebirgszug der Betancuria der Montana Tindaya über die Landschaften La Olivas. Für die Ureinwohner der kanarischen Insel – den Guanchen - hatte dieser Berg eine heilige Bedeutung. Weit oben auf dem Gipfel gewähren Säulenmalereien und andere Relikte dem Besucher Einblicke die Symbolik und antike Lebensweise der einstigen Bewohner. Den Spuren zufolge, handelte es hier sich um eine kultische Opferstätte: zu sehen ist ein Altar, verschiedene in den Fels gezeichnete Malereien, Tonscherben und Schnitzereien.

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Selbst gen Westen zeigende Fußabdrücke konnten entdeckt werden, deren Bedeutung sich auf eine Form des Ritus zurückführen lässt. Der im Westen gelegene Vulkan Teide galt den Ureinwohnern als Wohnstatt von bösen Geistern. Diese sollten durch die in die Felsen geritzten Füße zurückgewiesen werden. Seit dem Jahre 1994 steht der Montana Tindaya mit seiner rötlichen Färbung unter Naturschutz. Seinen Gipfel zu erklimmen lohnt sich: Es bietet sich ein ausgezeichneter Blick auf die gesamte Umgebung La Olivas und bei entsprechenden klaren Sichtverhältnissen, die wetterbedingt sind, zeigt sich sogar der höchste Berg Spaniens, der Pico del Teide dem aufmerksamen Beobachter. Um das Kulturerbe Montana Tindaya allerdings besichtigen zu können, bedarf es einer offiziellen Genehmigung, die von der Inselregierung – in Puerto del Rosario – eingeholt werden kann.