Land & Leute

Geographie

 

Lage

Fuerteventura gehört zu dem Inselarchipel der Kanaren. Die Kanarischen Inseln liegen auf gleicher Höhe mit der Sahara circa 1400 Kilometer von Spanien – dem Mutterland der Kanaren – entfernt, im atlantischen Ozean und werden zu der als Makaronesien bezeichneten geographischen Region gerechnet. Mit einer Fläche von über 1660 Quadratkilometern bildet Fuerteventura die zweitgrößte Insel der Kanaren. Ihre Entstehung wird auf eine Zeit vor über 20 Millionen Jahren zurückgeführt und ist vulkanischen Ursprungs. Die Kanaren zählen sieben Hauptinseln und 6 Nebeninseln. Zu den Hauptinseln gehören neben Fuerteventura Teneriffa, Gran Canaria, Lanzerote, La Palma, La Gomera und El Hierro.

 

Klima

Das Klima auf Fuerteventura ist fast das ganze Jahr über mild und sommerlich-warm. Die Temperatur wird durch das Meer und die aus der Sahara kommenden Passatwinden reguliert. Fuerteventura zählt zu den niederschlagsärmsten Regionen. Ein besonderes Phänomen ist der als Calima bezeichnete und aus der Sahara kommende Ostwind: Da dieser Wind sehr heiß ist, steigen die Temperaturen teilweise schlagartig um über 10° an, was eine extreme Trockenheit der Luft zur Folge hat.

 

Flora und Fauna

Auf den Kanarischen Inseln finden sich viele Pflanzenarten, die in der Regel in der Halbwüste beheimatet sind. Die Flora der Dünentäler besteht vor allem Dingen aus Trockengrasgewächsen: zu finden sind Gänsefußgewächse, das keulenblättrige Jochblatt, aber auch Zyperngras, Seetraube und Salzmelde. Die typischen einheimischen Gewächse, bilden einen wichtigen Bestand der Insel: zu sehen sind Kanarenschmätzern, Wolfsmilchgewächse, Affenpalmen und verschiedene Flechtenarten. Auch Maulbeer- und Feigenbäume prägen das Landschaftsbild von Fuerteventura. Eine große geologische Vielfalt Fuerteventuras kann im Norden der Insel betrachtet werden.
An geschützten Plätzen sind hier sogar die typischen Kragentrappen zu finden, für die diese Umgebung die optimalen Brutbedingungen bietet. Viele weitere Vogelarten – wie die Europäische Triele und der Rennvogel – konnten sich durch Anpassung hier einen Lebensraum schaffen und bewahren. Raubvögel wie Bussarde und Schmutzgeier sind in manch abgelegenen Gebieten der Naturparks zu sehen. Turmfalken und Grauwürmer kommen hingegen sehr häufig vor. Charakteristisch für die Insel sind unzählige Geckos und einheimische Arten der Ostkanareneidechse. In den Gewässern rund um die Insel sind Schildkröten zu beobachten. Darüber hinaus gehören der Hammerhai, der Papageienfisch, verschiedene Tunfischarten, der atlantische Flugfisch, aber auch Walr und Delfine zu den Meeresbewohnern der Insel.


Gebirge

Fuerteventura wird von verschiedenen Gebirgen und lavartigen Steinküsten durchzogen. Ein schroffer Gebirgszug von über 100 Kilometer windet sich von Nord nach Süd die ganze Insel entlang. Mit über 807 m über dem Meeresspiegel bildet der Pico de la Zarza den höchsten Punkt des Gebirges. Der Vulkankegel Montana Roja befindet sich nahe der Wanderdüne El Jable. Mit einer Höhe von mehr als 400 Metern über dem Meeresspiegel erhebt sich aus dem Gebirgszug der Betancuria der Montana Tindaya über die Landschaften La Olivias. Der in die Länge gezogene und von Schluchten umgebene Bergrücken der seinen Scheitelpunkt im Montana de la Muda erreicht, eröffnet den Blick auf die Landschaft des Naturschutzgebietes Vallebron, das der Gemeinde von La Olivia und Puerto del Rosario.

Menschen


Bevölkerung

Die Bevölkerung auf Fuerteventura steigt stetig an und erreicht inzwischen eine Zahl von etwa 110.000 Einwohnern (2011).

 

Gemeinden

Fuerteventura ist in insgesamt sechs Gemeindebezirke unterteilt, wobei jede Gemeinde nach dem Namen der jeweiligen Hauptstadt benannt ist: Antigua, Betancuria, La Oliva, Pájara, Puerto del Rosario und Tuineje

 

Sprachen

Amtssprache ist Spanisch auf Fuerteventura. Aber auch Englisch und vereinzelt sogar Deutsch ist in den Touristenregionen verbreitet.


Religion
Ein sehr großer Teil – nahezu 90% – der Bevölkerung Fuerteventuras gehört dem römisch-katholischen Glauben an. Die Kanarischen Inseln gehören dem Erzbischofstum Sevilla an und bestehen aus zwei Diözesen.


Regierung

 

Offizieller Name

Die Kanaren sind dem Hoheitsgebiet Spaniens unterstellt, allerdings mit dem Sonderstatus einer autonomen Gemeinschaft und mit eigenem Parlament und Präsidenten. Gemäß der Verfassung vom 6. Dezember 1978 bildet Spanien einen sozialen und demokratischen Rechtsstaat mit der Staatsform einer parlamentarischen Monarchie.


Politische Institutionen

Die Kanarischen Inseln bilden eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens (Comunidades Autónomas). Im Rahmen der spanischen Verfassung werden den Autonomen Gemeinschaften Autonomiestatute zugesprochen werden mit bestimmten Kompetenzen im Bereich der allgemeinen Gesetzgebung und dem Exekutive. Fuerteventura gehört zur spanischen Provinz Las Palmas. Der Sitz des Parlamentes der Kanarischen Inseln ist Santa Cruz.

 

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt Spaniens ist seit November 1975 König von Spanien Juan Carlos I.

 

Regierungschef

Präsident der 2 Provinzen, in welche die Autonome Gemeinschaft der Kanaren aufgeteilt ist, ist Paulino Rivero Baute, der der regionalen Partei Coalición Canaria angehört.

 

Hymne

Die Nationalhymne Spaniens ist die Marcha Real.

 

Wirtschaft

 

Wirtschaftszweige

Neben dem Einkommen aus dem Dienstleistungssektor (71% des Bruttoinlandproduktes), der den Tourismus mit einschließt, leben Bewohner der Kanarischen Inseln von Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Fischerei. Die Einnahmen aus diesem Wirtschaftszweig spielen jedoch mit Blick auf das BIP eine vergleichsweise geringe Rolle mittlerweile.

 

Tourismus

Der gewichtigste Wirtschaftszweig auf Fuerteventura ist der Tourismus. Es gibt Naturtourismus, aber auch Massentourismus auf Fuerteventura, vor allen Dingen in den Küstenregionen mit den vielen touristischen Zentren.